Jeder Fehler könnte richtig teuer werden

Bauen heißt sich gedulden zu müssen. Das ist unterm Strich der Tenor des Interviews, das Annemarie Bluhm-Weinhold Anfang November 2019 mit dem Spvg-Vorsitzenden Andreas Wessels und Architekt Oliver Erdmann führt. Darin bestätigt Wessels, dass die Vereinsmitglieder ungeduldig werden.

 

Jeder Einzelne hatte im Lenkungsausschuss die Möglichkeit, seine Ideen, Wünsche, Vorschläge einzubringen, die Anteilnahme an dem Projekt war von Anfang an groß, nun möchten die Mitglieder Ergebnisse sehen. Der Vorsitzende hat dafür Verständnis, betont aber, dass für ihn das Tempo „in Ordnung“ sei und das Projekt in allen Punkten fristgerecht seinen Lauf nehme. Schließlich müssten viele Dinge bedacht und miteinander abgestimmt werden, ein Vorgang, der Zeit und Sorgfalt in Anspruch nehme. Die Planung von Brandschutz und Statik auch in Bezug auf die umliegenden Gebäude müsse gewissenhaft abgeschlossen, das gesamte Umfeld der Halle in die Koordination der Arbeiten einbezogen werden. So dürfe zum Beispiel der laufende Schulbetrieb nicht durch die LKW beeinträchtigt werden, die in voraussichtlich 700 bis 800 Fuhren den Aushub für die neue Halle von der Baustelle abtransportieren werden.

 

Doch bevor es soweit ist, stehe erst mal der Abriss der alten Cronsbachhalle an. Der Antrag dafür sei eingereicht, Angebote von Abrissfirmen würden geprüft, Bäume müssten gefällt und der Vorplatz müsse entsprechend vorbereitet werden. Es handele sich um ein sehr komplexes Bauvorhaben, betont Wessels und räumt gleichzeitig ein, dass es deshalb nicht immer einfach sei, alle Details zu kommunizieren. Doch wie immer bemüht er sich um größtmögliche Transparenz. So wird er auch in der in den nächsten Wochen anstehenden Vereinssitzung die Mitglieder wieder über den aktuellen Stand der Planung informieren und sie daran erinnern, wie wichtig Geduld und sorgfältige Vorbereitung für das Gelingen des Projektes sind: „Wir dürfen nichts falsch machen. Jeder Fehler könnte dem Verein das Überleben kosten“, betont Wessels gegenüber der Zeitung für Steinhagen. „Aber im kommenden Jahr werden sich alle wundern, wie schnell der Bau vorangeht.“